Barsch-Monitoring Fangjahr 2025
Mit einem Jahresertrag von 35 Tonnen in der Berufsfischerei im Bodensee-Obersee stieg im Fangjahr 2025 der Barschertrag deutlich gegenüber dem Vorjahr um 8 Tonnen (+30 %). Das Jahresfangergebnis liegt damit exakt im Median (35 Tonnen) der aktuellen Dekade. Im Berichtsjahr macht der Barschertrag am Gesamtfang leicht über 30 % aus, rund 8 % mehr als im Vorjahr. Mit den aktuellen Vorschriften zur Barschbefischung werden in der Regel in der ersten Jahreshälfte hauptsächlich zwei oder drei Altersklassen befischt. Regional unter-schiedlich betrifft dies im 28 mm-Netz bis und mit Mai hauptsächlich Barsche der Kohorten K20 (9-28 %), K21 (50-82 %) sowie K22 (1-37 %). In der zweiten Jahreshälfte erhöht sich der Anteil der Kohorte K22 auf 22 % bis 63 % und vor Baden-Württemberg auch der Kohorte 23 auf 22 %. Im 32 mm-Netz besteht der Hauptfang in der ersten Jahreshälfte am Schwei-zerischen und Vorarlbergischen Ufer vorwiegend aus den Kohorten K19 (21-44 %) und K20 (50-72 %), vor Baden-Württemberg dominierten die Kohorten K20 (19 %) und K21 (76%). In der zweiten Jahreshälfte nimmt vor Thurgau und Vorarlberg der Anteil der Kohorte K21 (15-28 %) und K22 (24%), am baden-württembergischen Ufer der Kohorte K22 (61 %) deut-lich zu. Der Fischanteil im Mageninhalt (79 %) von den kleineren Barschen (28 mm-Netz), als auch der älteren Barsche (32 mm-Netz; 91 %) liegt leicht unter den Vorjahreswerten. Die Hechtbandwurm-Prävalenz hat vor Kreuzlingen von 13 % (2024) auf 17 % (2025), vor Romanshorn von 48 % (2024) auf 52 % (2024) und am vorarlbergischen Ufer von 10 % (2024) auf aktuell 17 % leicht zugenommen. Am Untersee hat die Befallsrate mit 98 % aber-mals einen neuen Höchstwert erreicht. Der Kiemenwurm Ancyrocephalus paradoxus ist vor Kreuzlingen und Romanshorn ganz verschwunden. Bei den Barschen in Vorarlberg liegt die Prävalenz mit 9 % im tiefen Vorjahresbereich.

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