Fangergebnisse der Bodenseefischerei im Jahr 2025
Der Gesamtertrag der Berufsfischer am Bodensee-Obersee lag im Jahr 2025 mit 115,7 t (2,5 kg/ha) 5,5 t (- 4,6 %) unter dem Wert des Vorjahres und 113,6 t (- 49,5 %) unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Nach den vorausgegangen zehn Jahren mit historisch niedrigen Erträgen, stellt das Fangjahr 2025 einen erneuten Tiefpunkt dar.
Am Gesamtfang hatten Barsche mit 35,2 t (30,4 %) und Rotaugen mit 24,1 t (20,8%) die größten Anteile, gefolgt von Hechten mit 13,9 t (12,0 %), Aalen mit 8,2 t (7,1 %), Welsen mit 6,3 t (5,4 %), anderen Weißfischen mit 5,5 t (4,8 %), Brachsen mit 3,7 t (3,2 %), Zandern mit 2,6 t (2,3 %), Schleien mit 2,3 t (1,9 %) und Seeforellen mit 1,7 t (1,4 %). Alle anderen Fischarten blieben unter 1 t. In Folge der für die Jahre 2024 bis 2026 festgelegten Felchenschonung wurden Felchen im Berichtsjahr lediglich in der Laichfischerei und in sehr geringer Menge als Beifang angelandet.
Der Fangertrag der Angelfischer fiel mit 40,3 t im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 % niedriger aus und lag 16,7 % unter dem 10-Jahresmittel. Der Ertragsrückgang ist im Wesentlichen auf die geringeren Fänge von Weißfischen und Karpfen zurückzuführen, die zusammen noch 24,1 % des Gesamtertrags stellten
Im Vergleich zum Vorjahr war eine deutliche Zunahme der Aal- und Seeforellenfänge, eine moderate Steigerung der Wels- und Zanderfänge bei gleichzeitiger Abnahme der Hecht-, Seesaiblings- und Barschfänge.